Valsartan: Wirkung und Einnahme
Valsartan gehört zu den Sartanen, genauer zu den Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, und wird bei Bluthochdruck, nach einem frischen Herzinfarkt und bei Herzschwäche eingesetzt. Den Wirkstoff gibt es allein und in festen Kombinationen mit Hydrochlorothiazid, Amlodipin oder Sacubitril. Hier lesen Sie, wie Valsartan dosiert wird, welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen wichtig sind und worin sich die Kombinationspräparate unterscheiden.
So wirkt Valsartan und wofür es eingesetzt wird
Angiotensin II ist ein körpereigener Botenstoff, der die Blutgefäße verengt und so den Blutdruck steigen lässt. Valsartan blockiert diese Wirkung: Die Gefäße weiten sich, und der Blutdruck sinkt. Ein Wirkstoff aus derselben Gruppe ist Candesartan, einen Überblick über weitere Blutdrucksenker gibt die Kategorie Herz und Blutdruck.
Laut Packungsbeilage wird Valsartan in drei Situationen angewendet:
- Bluthochdruck bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen von 6 bis unter 18 Jahren
- bei Erwachsenen nach einem vor kurzem aufgetretenen Herzinfarkt, das heißt 12 Stunden bis 10 Tage zurückliegend
- symptomatische Herzschwäche bei Erwachsenen, wenn ACE-Hemmer nicht angewendet werden können, oder zusätzlich zu einem ACE-Hemmer, wenn andere Mittel gegen Herzschwäche nicht infrage kommen
Dosierung laut Packungsbeilage
Die Dosis richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und danach, was Sie vertragen; die Tabelle zeigt die Angaben der Gebrauchsinformation. Valsartan kann mit oder ohne Essen eingenommen werden, mit einem Glas Wasser und jeden Tag etwa zur gleichen Zeit.
Haben Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie sie, sobald Sie daran denken; ist es fast Zeit für die nächste, lassen Sie die vergessene aus. Eine doppelte Dosis ist nicht vorgesehen. Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, denn laut Packungsbeilage kann sich die Erkrankung dadurch verschlechtern.
| Anwendungsgebiet | Beginn | Steigerung |
|---|---|---|
| Bluthochdruck, Erwachsene | 80 mg täglich | bei Bedarf 160 mg oder 320 mg täglich oder zusätzlich ein weiteres Mittel, etwa ein Diuretikum |
| Bluthochdruck, 6 bis unter 18 Jahre | unter 35 kg 40 mg, ab 35 kg 80 mg einmal täglich | auf 160 mg, höchstens 320 mg täglich |
| Nach einem Herzinfarkt | meist ab 12 Stunden nach dem Infarkt, 20 mg zweimal täglich | über mehrere Wochen bis höchstens 160 mg zweimal täglich |
| Herzschwäche | 40 mg zweimal täglich | über mehrere Wochen bis höchstens 160 mg zweimal täglich |
Kombinationen mit Valsartan im Überblick
Reicht ein Wirkstoff allein nicht aus, kombiniert der Arzt Valsartan mit einem zweiten oder dritten Wirkstoff, entweder in getrennten Tabletten oder als feste Kombination in einer Tablette. Jede Kombination hat eigene Anwendungsgebiete und Gegenanzeigen. Die Übersicht stammt aus der Gebrauchsinformation von Valsartan/Hydrochlorothiazid und aus den Fachinformationen der Europäischen Arzneimittel-Agentur für die übrigen Kombinationen.
Wer bisher Amlodipin und Valsartan als getrennte Tabletten nimmt, kann laut Fachinformation auf die feste Kombination in derselben Dosierung umgestellt werden. Vor dem Wechsel auf die Dreierkombination mit Hydrochlorothiazid soll der Blutdruck mit den Einzelwirkstoffen in stabiler Dosis kontrolliert sein; die Tablette entspricht dann den bisherigen Einzeldosen.
| Kombination | Anwendungsgebiet | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Valsartan + Hydrochlorothiazid | Bluthochdruck, der mit einem einzelnen Wirkstoff nicht ausreichend kontrolliert ist | Hydrochlorothiazid kann die Haut lichtempfindlicher machen; nicht bei Gicht, schwerer Nierenerkrankung oder trotz Behandlung zu niedrigem Kalium oder Natrium |
| Amlodipin + Valsartan | Bluthochdruck bei Erwachsenen, wenn Amlodipin oder Valsartan allein nicht ausreichen | eine Tablette täglich; zusätzlich nicht bei schwerer Hypotonie, Schock oder Verengung des Ausflusstrakts der linken Herzkammer, etwa einer hochgradigen Aortenstenose |
| Amlodipin + Valsartan + Hydrochlorothiazid | Ersatz der drei Einzelwirkstoffe, wenn der Blutdruck mit ihnen ausreichend kontrolliert ist | eine Tablette täglich, vorzugsweise morgens; höchste empfohlene Dosis 10 mg/320 mg/25 mg |
| Sacubitril/Valsartan | symptomatische chronische Herzschwäche mit reduzierter Auswurfleistung; bei Kindern ab einem Jahr mit Funktionsstörung der linken Herzkammer | nie zusammen mit einem ACE-Hemmer und nicht zusammen mit einem anderen Sartan |
Hydrochlorothiazid in der Kombination: Haut und Augen
Hydrochlorothiazid ist ein harntreibendes Mittel und bringt eigene Hinweise mit. Laut Gebrauchsinformation kann eine Behandlung mit Hydrochlorothiazid, vor allem hoch dosiert und über lange Zeit, das Risiko einiger Arten von weißem Hautkrebs an Haut und Lippen erhöhen. Schützen Sie die Haut während der Einnahme vor Sonne und UV-Strahlung und zeigen Sie neue oder veränderte Hautstellen Ihrem Arzt.
Nimmt das Sehvermögen ab oder treten Augenschmerzen auf, kann eine Flüssigkeitsansammlung in der Aderhaut oder ein Druckanstieg im Auge dahinterstecken. Das kann Stunden bis Wochen nach Beginn der Einnahme auftreten und unbehandelt zu einem dauerhaften Sehverlust führen; nach einer früheren Allergie gegen Penicillin oder Sulfonamide kann das Risiko höher sein. Solche Beschwerden gehören umgehend in ärztliche Hände.
Sacubitril/Valsartan: ein eigenes Präparat bei Herzschwäche
Sacubitril/Valsartan wird bei Herzschwäche anstelle eines ACE-Hemmers oder eines anderen Sartans gegeben, nicht zusätzlich. Weil die Kombination bereits Valsartan enthält, soll sie laut Fachinformation nicht zusammen mit einem anderen Sartan genommen werden. Ein ACE-Hemmer muss mindestens 36 Stunden vor der ersten Dosis abgesetzt sein; umgekehrt darf ein ACE-Hemmer erst 36 Stunden nach der letzten Dosis von Sacubitril/Valsartan begonnen werden. Ein früheres Angioödem unter einem ACE-Hemmer oder Sartan ist eine Gegenanzeige.
Die Milligramm-Angaben lassen sich nicht übertragen. Das Valsartan in der Kombination ist leichter bioverfügbar als in anderen Tabletten: Nach der Fachinformation entsprechen 26 mg, 51 mg und 103 mg Valsartan in Sacubitril/Valsartan 40 mg, 80 mg und 160 mg Valsartan in anderen Tablettenformen. Eine Umstellung plant deshalb der Arzt, der die Herzschwäche behandelt.
Nebenwirkungen von Valsartan
Zeichen eines Angioödems, also Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken, Nesselsucht und Juckreiz, bedeuten laut Packungsbeilage: Einnahme abbrechen und umgehend einen Arzt aufsuchen. Bei Atemnot rufen Sie den Notruf 112. Treten nach der Einnahme Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, statt die Tabletten eigenmächtig wegzulassen.
Die Häufigkeit mancher Nebenwirkungen hängt vom Anwendungsgebiet ab: Schwindel und eine verminderte Nierenfunktion wurden bei Erwachsenen mit Bluthochdruck seltener beobachtet als nach einem Herzinfarkt oder bei Herzschwäche. Die Angaben der Gebrauchsinformation im Überblick:
- Häufig (bis zu 1 von 10 Behandelten): Schwindel, niedriger Blutdruck mit oder ohne Schwindel und Ohnmacht beim Aufstehen, verminderte Nierenfunktion
- Gelegentlich (bis zu 1 von 100): Angioödem, kurze Bewusstlosigkeit, Drehschwindel, akutes Nierenversagen, Muskelkrämpfe und Herzrhythmusstörungen als Zeichen eines zu hohen Kaliumwerts, Zeichen einer Herzschwäche, Kopfschmerzen, Husten, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Müdigkeit, Schwäche
- Sehr selten (bis zu 1 von 10.000): Schwellung der Darmwand (intestinales Angioödem) mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
- Häufigkeit nicht bekannt: unter anderem Blasenbildung der Haut, allergische Reaktionen, Entzündung der Blutgefäße, Veränderungen des Blutbilds, Muskelschmerzen, erhöhte Kalium- und Leberwerte, erniedrigter Natriumwert
Gegenanzeigen, Schwangerschaft und Stillzeit
Valsartan darf laut Packungsbeilage nicht genommen werden bei einer Allergie gegen den Wirkstoff oder einen sonstigen Bestandteil, bei einer schweren Lebererkrankung, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat und bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion, wenn zugleich ein Blutdrucksenker mit Aliskiren genommen wird. Manche Präparate enthalten Bestandteile aus Soja und sind dann auch bei einer Allergie gegen Soja oder Erdnuss ausgeschlossen. Vorsicht gilt bei Lebererkrankungen, schweren Nierenerkrankungen und Dialyse, bei einer Verengung der Nierenarterie, nach einer Nierentransplantation sowie bei Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen und bei hoch dosierten Entwässerungsmitteln. Bei Hyperaldosteronismus wird Valsartan nicht empfohlen.
In der Regel empfiehlt der Arzt, Valsartan schon vor einer geplanten Schwangerschaft oder sobald sie bekannt ist abzusetzen, und verordnet ein anderes Mittel. In der frühen Schwangerschaft wird Valsartan nicht empfohlen, nach dem dritten Monat kann es das ungeborene Kind schwer schädigen. Auch in der Stillzeit wird es nicht empfohlen, vor allem bei Neugeborenen und Frühgeborenen.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Nennen Sie vor jeder neuen Verordnung alle Mittel, die Sie nehmen, auch rezeptfreie. Der Arzt muss bei manchen Kombinationen die Dosis anpassen oder Werte kontrollieren. Laut Packungsbeilage sind vor allem diese Wirkstoffe wichtig:
- ACE-Hemmer wie Enalapril, Lisinopril oder Ramipril sowie Aliskiren: Der Arzt kontrolliert dann regelmäßig Nierenfunktion, Blutdruck und Kalium; nach einem Herzinfarkt wird die Kombination mit einem ACE-Hemmer nicht empfohlen
- bei Herzschwäche Valsartan zusammen mit einem ACE-Hemmer und zusätzlich einem Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten wie Spironolacton oder einem Betablocker: Diese Dreifachkombination wird nicht empfohlen
- Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Mittel und Heparin: Der Kaliumwert im Blut kann steigen
- Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAR)
- Rifamycin-Antibiotika, Ciclosporin und Ritonavir: Sie können die Wirkung von Valsartan verstärken
- Lithium: Nach der Fachinformation der Kombination Amlodipin/Valsartan kann der Lithiumspiegel im Blut steigen; die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen, und wenn beide Mittel zusammen genommen werden, wird der Lithiumspiegel sorgfältig überwacht
- andere Blutdrucksenker, vor allem Entwässerungsmittel
Wann ein Arztbesuch vor Ort nötig ist
Eine Behandlung mit Valsartan braucht regelmäßige Kontrollen von Blutdruck und Blutwerten in der Praxis, die sie begleitet; ein Fragebogen ersetzt diese Kontrollen nicht. Laut Packungsbeilage überprüft der Arzt bei bestimmten Begleitmitteln und Erkrankungen regelmäßig Nierenfunktion, Blutdruck und Elektrolyte wie Kalium. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117, bei Schwellungen im Gesicht mit Atemnot oder bei Bewusstlosigkeit der Notruf 112. Persönlich vorstellen sollten Sie sich vor allem:
- zu Beginn der Behandlung und bei jeder Dosissteigerung, besonders nach einem Herzinfarkt oder bei Herzschwäche
- bei starkem Schwindel, Ohnmacht oder sehr niedrigen Blutdruckwerten
- bei Muskelkrämpfen oder Herzstolpern, die auf einen zu hohen Kaliumwert hindeuten können
- bei deutlich weniger Urin, geschwollenen Füßen oder Beinen oder zunehmender Atemnot
- bei länger anhaltendem Durchfall oder Erbrechen
- bei Schwangerschaft oder Kinderwunsch
Folgerezept für Valsartan: so läuft die ärztliche Prüfung
Nehmen Sie Valsartan bereits, können Sie über einen medizinischen Fragebogen eine ärztliche Verschreibung anfragen. Geprüft werden Ihre Angaben vom Arzt Damian Wojno (polnische Approbation, Nr. 3211301). Er kann Unterlagen anfordern, zum Beispiel aktuelle Kreatinin- und Kaliumwerte, einen Medikationsplan oder einen Arztbrief. Er kann die Verschreibung auch ablehnen oder Ihnen einen Termin in einer Praxis vor Ort empfehlen; ein Anspruch auf eine Verschreibung besteht nicht. Videosprechstunden, Telefonate oder Chats gehören nicht zu diesem Ablauf.
Nennen Sie bei der Anfrage, ob Sie Valsartan allein oder in einer Kombination nehmen, mit Stärke und Tagesdosis. Ist die Prüfung positiv, erhalten Sie die ärztliche Verschreibung als PDF per E-Mail. Über die Abgabe entscheidet die Apotheke. Den Ablauf im Einzelnen beschreibt die Seite zum Folgerezept.
Was kostet das?
Die ärztliche Prüfung kostet eine Gebühr, deren Höhe der Button vor dem Absenden anzeigt. Valsartan selbst bezahlen Sie in der Apotheke. Welche Kosten Ihre gesetzliche Krankenkasse oder private Krankenversicherung übernimmt, erfahren Sie direkt bei ihr. Als Kassenleistung erhalten Sie Valsartan in der Regel über eine Verordnung aus Ihrer Hausarztpraxis.
Ist Valsartan verschreibungspflichtig?
Ja. Valsartan steht ohne Einschränkung in Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung, ebenso Hydrochlorothiazid und Amlodipin; Sacubitril ist dort samt seinen Estern aufgeführt. Präparate mit Valsartan gibt die Apotheke deshalb nur gegen eine ärztliche Verschreibung ab.
Darf ich Valsartan und Sacubitril/Valsartan zusammen nehmen?
Nein. Sacubitril/Valsartan enthält bereits Valsartan und soll laut Fachinformation nicht zusammen mit einem anderen Sartan genommen werden. Bei einer Umstellung ersetzt die Kombination das bisherige Sartan, und die Dosis legt der Arzt fest, weil die Milligramm-Angaben nicht direkt übertragbar sind.
Kann ich Valsartan zusammen mit Ibuprofen nehmen?
Ibuprofen gehört zu den nicht-steroidalen Entzündungshemmern, die laut Packungsbeilage die Behandlung mit Valsartan beeinflussen können. Der Arzt muss dann unter Umständen die Dosis anpassen oder andere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Fragen Sie deshalb vor der Einnahme in der Apotheke oder bei Ihrem Arzt nach.
Was tun, wenn ich unter Valsartan schwanger werde?
Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt. In der frühen Schwangerschaft wird Valsartan nicht empfohlen, nach dem dritten Monat darf es nicht mehr genommen werden, weil es das ungeborene Kind schwer schädigen kann. In der Regel ersetzt der Arzt es durch ein anderes Mittel.
Darf ich unter Valsartan Alkohol trinken?
Für Valsartan allein nennt die ausgewertete Packungsbeilage keine Einschränkung zu Alkohol. Für die Kombination mit Hydrochlorothiazid rät die Gebrauchsinformation, Alkohol zu meiden, bis Sie mit Ihrem Arzt darüber gesprochen haben, weil er den Blutdruck zusätzlich senken und Schwindel oder Ohnmacht begünstigen kann.
Wird die Verschreibung in der Apotheke angenommen?
Über die Abgabe entscheidet die Apotheke. Sie prüft unter anderem, ob eine Verschreibung unterschrieben ist, und Verschreibungen aus anderen EU-Staaten werden in Deutschland nicht immer beliefert. Da der prüfende Arzt in Polen approbiert ist, klären Sie am besten vorab mit Ihrer Apotheke, ob sie eine solche Verschreibung annimmt.
- Gebrauchsinformation Valsartan Hennig 80 mg Filmtabletten (Hennig Arzneimittel, Stand Januar 2025)
- Gebrauchsinformation Valsartan/HCT STADA 80 mg/12,5 mg Filmtabletten (STADAPHARM, Stand August 2020)
- Produktinformation Exforge, Amlodipin/Valsartan (EMA, Anhang I Fachinformation)
- Produktinformation Exforge HCT, Amlodipin/Valsartan/Hydrochlorothiazid (EMA, Anhang I Fachinformation)
- Produktinformation Entresto, Sacubitril/Valsartan (EMA, Anhang I Fachinformation)
- Anlage 1 der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), gesetze-im-internet.de